Der Kader der Frankfurter Eintracht gilt als zukunfsträchtig. Ob dieser den
Anforderungen in der 1. Bundesliga gerecht wird, bleibt indes abzuwarten.
Sportdirektor Hübner will deshalb den Kader unbedingt noch einmal aufstocken.
Als potentieller Zugang für die Kreativabteilung der Hessen, steht deshalb
Alexander Baumjohann ganz weit oben auf der Wunschliste...
Schalke, Gladbach, Bayern und wieder Schalke 04 - Alexander Baumjohann hat
eine Menge Erfahrung sammeln können in seiner Karriere. Richtig glücklich wurde
er nirgendwo. Der 25-Jährige gilt als ewiges Talent und schwieriger Charakter.
Einst von Jupp Heynckes als Teenager entdeckt, galt er als Riesentalent.
In Mönchengladbach hatte Baumjohann seine Hochzeit um dann mit dem Wechsel
zum FC Bayern seine Karriere wieder zum stocken zu bringen. Ein Wechsel, der
wohl als absolute Fehlentscheidung seines Lebens einzuschätzen ist. Auch nun,
zu Hause auf Schalke, kommt der Hochbegabte nicht über die Reservistenrolle
hinaus. Auf lediglich 8 Einsätze in der Liga (2 Vorlagen) brachte es der
25-Jährige.
Erfahrung wäre für die Eintracht wertvoll
Neben seiner zweifellos vorhandenen Kreativität wäre vor allem Baumjohanns
Erfahrung für die Eintracht von gesteigertem Wert. Neben seinen 64 Einsätzen in
der Bundesliga konnte sich der Techniker auch in 11 Partien auf europäischer
Ebene beweisen.
Ganz klar: Dem Edeltechniker mangelte es bislang an Durchsetzungsvermögen
und Konstanz. Frankfurt könnte da für ihn der vielleicht letzte sowie
entscheidende Neuanfang sein. Mit seiner Dynamik, Schnelligkeit, seiner
hervorragenden Technik und dem Auge für den Mitspieler, ist Baumjohann für die
Eintracht mit Sicherheit mehr als eine Überlegung wert.
Probleme mit der Finanzierung
Im Wege stehen könnte Hübners Plan jedoch die klamme Kasse der Eintracht.
Die bislang ausgeliehenen Erwin Hoffer und Bamba Anderson sollen nach Möglichkeit
gehalten werden - viel Spielraum für Baumjohann bleibt da nicht mehr. Dem
Vernehmen nach wäre eine Ablösesumme von knapp 900.000 Euro fällig. Der
Kontrakt mit den Königsblauen läuft noch bis Sommer 2013.
