Es ist der Transferhammer schlechthin und ein großes Ausrufezeichen
an die Konkurrenz. Basels Supertalent Granit Xhaka wechselt im Sommer zu
Borussia Mönchengladbach und unterschreibt einen Kontrakt bis 2016.
Nachdem man sich bereits seit geraumer Zeit mit dem Nationalspieler
einig war, konnte man sich letztlich auch mit dem FC Basel nach
wochenlangen Verhandlungen auf eine Ablösesumme einigen...
8,5 Millionen Euro plus einem prozentualen Mitverdienst bei einem
möglichen Weiterverkauf in der Zukunft hat Sportdirektor Max Eberl dem
Vernehmen nach für Xhaka geboten. Dabei soll Eberl den Verantwortlichen
des FC Basel klar gemacht haben, das dies die absolute Schmerzgrenze des
Vereins und somit das letzte Wort sei. Basel willigte ein und ebnete
dabei den Weg des gebürtigen Kosovaren an den Niederrhein und gab somit
dessen Wunsch nach.
Eine Vertragsunterschrift des Spielers wird indes nicht vor Ende der
kommenden Woche erwartet. Der Grund: Xhaka spielt am kommenden Mittwoch
noch das Pokalfinale in der Schweiz, zwischen dem FC Basel und Luzern.
Erst danach ist er frei für Gladbach.
Favre für Xhaka entscheidend
Der Hamburger SV hatte gesteigertes Interesse, der FC Liverpool auch
und sogar der “Alten Dame” Juventus Turin wurden Avancen unterstellt. Am
Ende wechselt der 19-Jährige zu Borussia Mönchengladbach. Ein echter
Kracher und Meilenstein für den VfL. Möglich gemacht hat diesen
Transfer, neben den Transfererlösen und einer ruhigen Verhandlungsart
Max Eberls, wohl Trainer Lucien Favre. Er ist für den jungen
Nationalspieler mit Sicherheit einer der Beweggründe, ab dem kommenden
Sommer im Borussia-Park die Fußballschuhe zu schnüren. Ein logischer und
richtiger Schritt des Nationalspielers der Schweiz.
Denn: In Mönchengladbach wird man Xhaka eine bedeutende Rolle
zukommen lassen. Die des kreativen Taktgebers im Mittelfeld. Zudem gilt
Granit Xhaka gilt als polyvalenter Spieler. Er kann im defensiven
Mittelfeld sowohl die Räume des Gegners einschränken, deren Lauf sowie
Passwege zerstören, aber eben auch das schnelle Spiel nach vorne
forcieren. Eine Fähigkeit der, der aktuellen Mittelfeldzentrale der
Fohlen völlig abgeht.
Favres Liste
Unter Lucien Favre hat der 19-jährige nun also das perfekte Umfeld um
sich in einer europäischen Top-Liga fußballerisch weiter zu entwickeln.
Granit Xhaka und die Borussia – es könnte sich trotz gravierender
Abgänge etwas großes entwickeln in Mönchengladbach. Mit dem Transfer des
Schweizers wäre wohl einer der Wunschspieler von Lucien Favres ominöser
Spielerliste abgehakt. Ein Verbleib des Erfolgstrainers über 2013
hinaus wird mit dieser Verpflichtung somit immer wahrscheinlicher.
